Short News - Das Wichtigste Vom Tag

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Moderator: Patrick

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MaxM
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Re: Short News - Das Wichtigste Vom Tag

Beitrag von MaxM »

Es gibt immer zwei Gründe für eine Entscheidung, nämlich eine offizielle und eine tatsächliche. Manchmal sind beide gleich, aber oft unterscheiden sie sich weit von einander.
Lambo-Benni
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Re: Short News - Das Wichtigste Vom Tag

Beitrag von Lambo-Benni »

"Krise kann auch geil sein!"

https://www.oxfam.de/presse/pressemitte ... artal-2026

Läuft doch alles wie gewünscht. Man muss halt nur Teil der Gewinner sein.
Wenn wir Menschen den Kapitalismus nicht überwinden, wird der Kapitalismus die Menschheit überwinden.
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Re: Short News - Das Wichtigste Vom Tag

Beitrag von MaxM »

Kein Wunder, wenn sie die Benzinpreise stärker erhöht haben als es für die Kompensation der erhöhten Ölpreise notwendig gewesen wäre.
Es gibt immer zwei Gründe für eine Entscheidung, nämlich eine offizielle und eine tatsächliche. Manchmal sind beide gleich, aber oft unterscheiden sie sich weit von einander.
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Re: Short News - Das Wichtigste Vom Tag

Beitrag von MaxM »

Und was den Kapitalismus anbelangt (um den geht's dabei ja letztendlich), ich lese gerade ein sehr interessantes Buch über die Geschichte des Kapitalismus, der zunächst mal durch die Vernetzung der Kaufleute begann und dann aufgrund immer mehr Profitgier immer mehr den Menschen schadet, ob es das Silberbergwerk in Potosí ist, wo zehntausende einheimische Arbeiter für kaum mehr als das Essen schuften mussten, während einige Wenige sich an dem Silber unmäßig bereicherten, ob die Ermordung lokaler Eliten (sowohl Feudalherrn als auch Kaufleute) und die Quasi-Versklavung der Bevölkerung durch niederländische Kaufleute (Niederländische Ostindien-Kompanie) zur Arbeit auf Muskatnussplantagen auf den Banda-Inseln, weil sie alleine das Monopol haben wollten, Muskatnüsse anzubauen und zu vermarkten - kein Wunder, so konnten die Gewinne fast beliebig erhöht werden. Auch die Suche nach dem Seeweg nach Indien - das war noch vor den Banda-Inseln - gehört da natürlich dazu, und dann ging's erst richtig los, als Amerika auch zur Verfügung stand. Dort kauften Kaufleute Grund, z. B. war im 17. Jahrhundert ganz Barbados an Kaufleute aufgeteilt, die dort fast auf der ganzen Inselfläche Zuckerrohr anbauten. Und da kam dann wiederum die Sklaverei ins Spiel, da für den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung des Zuckerrohrs viele Arbeitskräfte benötigt wurden. Und damit machten auch wieder Leute große Geschäfte und bereicherten sich so an dem eigentlich größten Leid, den man sich für einen Menschen vorstellen kann, von zu Hause, von der Familie einfach weggerissen, in ein fremdes Land mit einer Sprache, die man nicht spricht, verschleppt zu werden und mit psychischer und vor allem körperlicher Gewalt zu schwerster Arbeit gezwungen zu werden. Die wenigen Überlebenden der Taino-Urbevölkerung auf Barbados gingen auch in der Sklavenbevölkerung auf. Auch Bauern zum Beispiel in den Ebenen Polens verloren ihre Unabhängigkeit an Grundherren, die dort immer mehr Grund aufkauften und die Bauern als oft unentgeltliche Arbeiter zur Getreideerzeugung einsetzten. Das Getreide wurde dann in die Niederlande gebracht, wo in den Städten viel davon gebraucht wurde, und auch nach Portugal. Und mit der Weberei lief es dann genauso - schlesische Weber mussten für äußerst wenig Geld Leinen weben, das Großkaufleute aufkauften, das sie mit großem Gewinn nach Amerika exportierten und in das dann - und das hatte ich wirklich bisher noch nicht gewusst - die Sklaven in Amerika gekleidet wurden. So hängt der Kapitalismus mit einigen der brutalsten Dinge der Menschheit, Kolonialisierung und Sklaverei nicht nur zusammen, sondern der Kapitalismus ist dessen Ursache. Und die Feudalherren, also Fürsten, Könige und Kaiser, profitierten auch davon, weil die sich oftmals Geld von den schwer reichen Kaufleuten (ich nenne mal Jakob Fugger den Reichen) liehen, um ihre Kriege führen zu können. Im Gegenzug bekamen die Kaufleute viele Privilegien und durften ihre megaprofitablen Aktivitäten fortsetzen, so dass eben die Kolonien dann hauptsächlich von den Kaufleuten verwaltet wurden. So lange das Geld floss, war das den Feudalherren gerade recht.

Es ging also immer nur um den Profit beim Kapitalismus und nie um den Menschen, und wenn es nicht den Druck der Vielen gegeben hätte, dann würden wir hier wie die Frauen heute in Bangladesh für 50 Euro im Monat in Fabriken schuften. Allerdings wird dieser Druck geringer, habe ich den Eindruck, und die Menschen interessiert es auch weniger, denn wie im alten Rom werden wir mit "Brot und Spielen" ruhig gestellt. Genügend zu essen ist in Deutschland da, dafür sind die billigen Discounter da, und die Rolle der "Spiele" übernehmen die (A)Sozialen Medien, damit werden die Menschen ruhig gestellt. So geht jetzt die Schere wieder immer weiter auf.

Und bis zur Industrialisierung bin ich noch nicht mal, das Buch ist sehr umfangreich, über 1000 Seiten, aber wirklich sehr lehrreich.

Du sieht auch, weil das eben so deutlich in dem Buch beschrieben ist, kann man es als durchaus kapitalismuskritisch bezeichnen.

https://www.hugendubel.de/de/buch_gebun ... tails.html
Es gibt immer zwei Gründe für eine Entscheidung, nämlich eine offizielle und eine tatsächliche. Manchmal sind beide gleich, aber oft unterscheiden sie sich weit von einander.
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