Zwischen den Grenzen BY-CZ zum Dylen-939müNN Teil 2/6 (2019)
Verfasst: Sa 26. Sep 2020, 12:44:29
So kommen wir zum zweiten Teil des Bilderberichtes. Wir starten einmal mit einem Mittelpunkt Europas. Dieser ist der, den Geographen aus der Österreichisch-Ungarischen Monarchie im Jahr 1865 sich errechnet hatten. Der eigentliche Punkt lag zu dieser Zeit (1865) eigentlich noch direkt auf dem Dylen. Nach den Kriegen und dem eisernen Vorhang wurde dieser vom Berg nach Bayern verlegt, da der Gipfel militärisches Sperrgebiet war. Errechnet wurde der Mittelpunkt im Jahr 1865 durch österreichische Geografen der K&K Monarchie. Er befindet sich gut 500m vor dem neuen Aufstieg zum Dylen. Erst ein Wikipedia Link, danach weitere Bilder und Erklärungen zu den auf dem Stein sichtbaren Jahreszahlen, Wappen etc:
Noch ein paar zusätzliche Fakten aus der Geschichte. Im Jahr 1865 wurde der Stein direkt auf dem Gipfel des Dylens aufgestellt. Im Jahr 1934 wurde seitens Prag genau darüber ein 10m hoher Turm gebaut. Im Jahr 1939 baute dann das Reichsamt für Landesaufnahme in Berlin einen 30m hohen Holzturm darüber.
Danach gab es enorme Maßnahmen am Dylen. Die CSSR errichtete in den 60-ger Jahren die bekannte militärische Radarstation. Durch den eisernen Vorhang hörte der Tourismus auf, und dieser Berg und der Mittelpunkt verkam einfach zum Randgebiet, an der Grenze zu CZ.
Im Jahr 1985 wurde dann der neue Granitblock installiert, der dem alten ähnlich sein sollte. Der Granitstein ist 17 Zentner schwer, und wurde in bestimmter Entfernung abseits der Grenze installiert, um auf die Randlage der Region hinzudeuten, nach dem Start des eisernen Vorhangs:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpunkt_Europas
Nun ein erster Blick auf eine Seite der Granitsäule welche den "neuen" Mittelpunkt markiert, der vor Beginn des eisernen Vorhangs noch am Gipfel stand. Eine Seite des Granitblocks verweist auf das Jahr 1865 in dem bei der K&K Monarchie dieser Mittelpunkt ermittelt wurde:

Auf der anderen Seite ebenfalls zwei Jahreszahlen. Einmal 1284, denn in diesem Jahr wurde der nahegelegene Ort Albenreuth erstmals urkundlich erwähnt. Und im Jahr 1985 wurde dieser Stein neu aufgestellt. Nachempfunden wurde er dem damaligen Original was am Gipfel stand:

Außerdem befinden sich auf einer nächsten Seite noch zwei Stadtwappen.
Auf Bild 1 die beiden Wappen von Neualbenreuth (oben) und Cheb (unten).
Das zweite Bild zeigt das Wappen von Cheb (unten). Das Wappen von Cheb (Eger) ist ein Adler im Gitternetz. Eger war eine freie Reischsstadt bis ins Jahr 1322, bevor es an Böhmen verpfändet wurde.
Das dritte Bild zeigt das Wappen von Neualbeneuth mit Basilisk und Gitter. Es zeigt die Verbindung zwischen Neualbenreuth und Cheb. Das Gitter im Wappen zeigt, dass es teilweise zu Cheb (Eger) gehörte:



Zum Abschluss noch eine Inschrift, die auf die unterschiedlichen Mittelpunkte hinweist. Dazu noch eine Tischplatte die man leider nicht mehr gut sehen kann. Zum Finale noch der Tisch mit der gravierten Platte und einen Hinweis auf die Wanderwege. Man sieht auch die Vielzahl an Quellen an diesem Bergrücken. Man kann an die 15 Stück zählen:



Hier ein genauerer Blick auf die Wanderkarte. Bei dem P oberhalb Altmugl ging es los, dann den weiß-roten Markierungen nach zum Mittelpunkt. Nun gehen wir weiter zum Granatbrunnen, dem Königsstein bis zum ehemaligen Tillenhaus. Von dort aus dann hinauf zum Dylen, und zwar auf der tschechischen Seite am ehemaligen Grenzstreifen der Grenzanlagen:

Nun entfernen wir uns und gehen weiter nach Norden zum Granatbrunnen. Der Name kommt daher dass früher am Tillenberg viel Granat abgebaut wurde. Daher hat der Brunnen seinen Namen weg:

Es ist eine kleine Quelle die sich als kleines Rinnsal den Berg nach unten kämpft. Die Quelle ist nicht gefasst sondern tritt direkt aus dem steinigen Boden heraus. Das Wasser ist zu jeder Jahreszeit richtig kühl:



Natürlich ist das Gebiet auch ein Wasserschutzgebiet. Und dass es jeder lesen kann gleich 2-sprachig auf dem Schild. Danach geht es weiter auf einem etwas breiteren Weg aber immer noch genau zwischen den Grenzsteinen:


Vorbei an einem ehemaligen Kohlenmeiler:

Vorbei an teils stattlichen Laubbäumen. Dieser hier ist in sich verdreht. Dieser hier lässt der Phantasie freien Lauf. Die Baukrone ist sehr schön. Die Krone hat viel Platz in diesem Bereich:



So, dies war der zweite Teil der dieser Grenz Wanderung. Ich hoffe der zweite Teil hat auch gefallen. Hier ging es um den Mittelpunkt und dem weiteren Weg bis zum Königsstein. Im dritten Teil kommen wir am Königsstein vorbei und gehen noch weiter zur ehemaligen Schutzhütte des deutsch-österreichischen Alpenvereins aus dem Jahr 1926. Im Jahr 1946- 1948 wurde diese abgerissen da sie im Grenzstreifen gelegen ist wo mehrere Orte dem Boden gleichgemacht wurden. Dann bis zum nächsten Teil des Berichtes. Gerne kommentieren wenn es gefallen hat.
Schöne Grüße
Markus
Noch ein paar zusätzliche Fakten aus der Geschichte. Im Jahr 1865 wurde der Stein direkt auf dem Gipfel des Dylens aufgestellt. Im Jahr 1934 wurde seitens Prag genau darüber ein 10m hoher Turm gebaut. Im Jahr 1939 baute dann das Reichsamt für Landesaufnahme in Berlin einen 30m hohen Holzturm darüber.
Danach gab es enorme Maßnahmen am Dylen. Die CSSR errichtete in den 60-ger Jahren die bekannte militärische Radarstation. Durch den eisernen Vorhang hörte der Tourismus auf, und dieser Berg und der Mittelpunkt verkam einfach zum Randgebiet, an der Grenze zu CZ.
Im Jahr 1985 wurde dann der neue Granitblock installiert, der dem alten ähnlich sein sollte. Der Granitstein ist 17 Zentner schwer, und wurde in bestimmter Entfernung abseits der Grenze installiert, um auf die Randlage der Region hinzudeuten, nach dem Start des eisernen Vorhangs:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelpunkt_Europas
Nun ein erster Blick auf eine Seite der Granitsäule welche den "neuen" Mittelpunkt markiert, der vor Beginn des eisernen Vorhangs noch am Gipfel stand. Eine Seite des Granitblocks verweist auf das Jahr 1865 in dem bei der K&K Monarchie dieser Mittelpunkt ermittelt wurde:

Auf der anderen Seite ebenfalls zwei Jahreszahlen. Einmal 1284, denn in diesem Jahr wurde der nahegelegene Ort Albenreuth erstmals urkundlich erwähnt. Und im Jahr 1985 wurde dieser Stein neu aufgestellt. Nachempfunden wurde er dem damaligen Original was am Gipfel stand:

Außerdem befinden sich auf einer nächsten Seite noch zwei Stadtwappen.
Auf Bild 1 die beiden Wappen von Neualbenreuth (oben) und Cheb (unten).
Das zweite Bild zeigt das Wappen von Cheb (unten). Das Wappen von Cheb (Eger) ist ein Adler im Gitternetz. Eger war eine freie Reischsstadt bis ins Jahr 1322, bevor es an Böhmen verpfändet wurde.
Das dritte Bild zeigt das Wappen von Neualbeneuth mit Basilisk und Gitter. Es zeigt die Verbindung zwischen Neualbenreuth und Cheb. Das Gitter im Wappen zeigt, dass es teilweise zu Cheb (Eger) gehörte:



Zum Abschluss noch eine Inschrift, die auf die unterschiedlichen Mittelpunkte hinweist. Dazu noch eine Tischplatte die man leider nicht mehr gut sehen kann. Zum Finale noch der Tisch mit der gravierten Platte und einen Hinweis auf die Wanderwege. Man sieht auch die Vielzahl an Quellen an diesem Bergrücken. Man kann an die 15 Stück zählen:



Hier ein genauerer Blick auf die Wanderkarte. Bei dem P oberhalb Altmugl ging es los, dann den weiß-roten Markierungen nach zum Mittelpunkt. Nun gehen wir weiter zum Granatbrunnen, dem Königsstein bis zum ehemaligen Tillenhaus. Von dort aus dann hinauf zum Dylen, und zwar auf der tschechischen Seite am ehemaligen Grenzstreifen der Grenzanlagen:

Nun entfernen wir uns und gehen weiter nach Norden zum Granatbrunnen. Der Name kommt daher dass früher am Tillenberg viel Granat abgebaut wurde. Daher hat der Brunnen seinen Namen weg:

Es ist eine kleine Quelle die sich als kleines Rinnsal den Berg nach unten kämpft. Die Quelle ist nicht gefasst sondern tritt direkt aus dem steinigen Boden heraus. Das Wasser ist zu jeder Jahreszeit richtig kühl:



Natürlich ist das Gebiet auch ein Wasserschutzgebiet. Und dass es jeder lesen kann gleich 2-sprachig auf dem Schild. Danach geht es weiter auf einem etwas breiteren Weg aber immer noch genau zwischen den Grenzsteinen:


Vorbei an einem ehemaligen Kohlenmeiler:

Vorbei an teils stattlichen Laubbäumen. Dieser hier ist in sich verdreht. Dieser hier lässt der Phantasie freien Lauf. Die Baukrone ist sehr schön. Die Krone hat viel Platz in diesem Bereich:



So, dies war der zweite Teil der dieser Grenz Wanderung. Ich hoffe der zweite Teil hat auch gefallen. Hier ging es um den Mittelpunkt und dem weiteren Weg bis zum Königsstein. Im dritten Teil kommen wir am Königsstein vorbei und gehen noch weiter zur ehemaligen Schutzhütte des deutsch-österreichischen Alpenvereins aus dem Jahr 1926. Im Jahr 1946- 1948 wurde diese abgerissen da sie im Grenzstreifen gelegen ist wo mehrere Orte dem Boden gleichgemacht wurden. Dann bis zum nächsten Teil des Berichtes. Gerne kommentieren wenn es gefallen hat.
Schöne Grüße
Markus