Heute möchte ich einen kleinen Bericht zu einem Gewitter posten, welches uns Anfang Juli streifen sollte. Es zog erst gegen 21.30 Uhr über uns hinweg. Beim Aufzug war es windstill, aber man konnte den heftigen Starkregen am Berg gegenüber direkt hören. Dazu immer wieder ein paar nette Donnerschläge. Dann gab es noch etwas Starkregen ehe sich das Gewitter nach CZ verabschiedete. Die Rückseite war auch sehr fotogen. So, nun genug der Worte, kommen wir zu den Bildern und den dazugehörigen Daten des Gewitters.
Estofex hatte für diesen Tag eine „normale“ Gewitterwarnung draußen. Hier nun die Blitzkarte. Man sieht, dass sich das Gewitter hier noch einmal verstärkte, da mit Ankunft am Grenzkamm wohl die orografische Hebung unterstützend mitwirkte.:

Quelle: http://www.bilds.de
Hier das dazugehörige Niederschlagsbild. Schön zu erkennen sind die beiden strammen Echos in Nordbayern, eben mit eingelagerten Gewittern:

Quelle: http://www.niederschlagsradar.de
Und hier noch das Sounding von 18Z. Es gab noch etwas an Cape, und der Cins war praktisch nicht vorhanden:

Quelle: http://weather.uwyo.edu/upperair/sounding.html
So, nun zu den Bildern. Hier ein Bild vom frühen Abend in den Osten nach CZ:

Nun sind wir um 21.16 Uhr angelangt, als sich auf dem Radar bereits das Gewitter erahnen ließ. Der Blick geht gen Westen. Das Gewitter entlud sich im linken Teil der Wolkenformationen:

Jetzt sieht man um 21.20 Uhr, zur Zeit des Radarbildes, erste sich abzeichnende Strukturen. Die Lichtverhältnisse sind nicht die optimalsten gewesen. Zu dieser Zeit warnte die UWZ mit Rot, und auch der DWD hatte eine Unwetterwarnung für den Landkreis TIR und WUN draußen:

Weitere 2 Minuten später wurden die Strukturen noch etwas besser. Außerdem blitzte und donnerte es dann bereits in Südwestlicher Richtung. Der Gewittertag war somit perfekt gemäß Statistik:


Um 21.25 Uhr waren dann die Strukturen am ausgeprägtesten. Zusätzlich donnerte es immer wieder einmal, und auch hier vielen erste Tropfen aus den Wolken:

Nun muss ich etwas erzählen. Nach den letzten Bildern, begab ich mich auf die Ostseite. Es war noch windstill und ruhig. Plötzlich konnte man den Starkregen vom Berg gegenüber hören. Es war eine interessante Geräuschkulisse. Ein paar Donner, und im Osten hörte man den kräftigen Starkregen. Es gab einen deftigen Wolkenbruch der den oberen Teil vom Berg gegenüber in einen Regenvorhang versteckte. Hier gab es nur kurzzeitig etwas kräftigen Platzregen. Im anderen Ortsteil gab es kräftigeren regen. Es war wieder eine Sache um wenige km, zwischen Sintflut und Trockenheit. Gegen 21.45 Uhr hörte der Regen dann wieder auf:
Jetzt sind wir wieder bei den Bildern. Um 21.45 Uhr zog die Rückseite des Gewitters in östliche Richtung über uns hinweg. Trotz der doofen Lichtverhältnisse konnte ich noch ein paar Aufnahmen machen. Sorry wegen der Baustelle aber auf die Schnelle konnte ich das Silo und den Kran nicht sprengen:




So das war es dann mal wieder. Ich hoffe die Bilder gefallen ein bisschen. Es handelte sich um das 35-ste Gewitter des Jahres. Es gab zwar nicht viele Blitze, aber das Starkregenereignis war nicht minder beeindruckend.
Über ein paar Kommentare und auch eventuelle Kritiken würde ich mich freuen.
Vielleicht sind ein paar schöne Bilder dabei.
Viele Grüße
Markus



